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Magnesium Bisglycinat und Schlafqualität: Was eine aktuelle Studie zeigt

Lea Zehendner
Magnesium Bisglycinat und Schlafqualität: Was eine aktuelle Studie zeigt

Studienüberblick

Studientyp: Randomisierte, placebokontrollierte Interventionsstudie (doppelblind)
Teilnehmer: 155 Erwachsene (18 bis 65 Jahre)
Dauer: 8 Wochen
Intervention: 250 mg elementares Magnesium als Bisglycinat täglich vs. Placebo
Publikation: Nature and Science of Sleep, August 2025 (Schuster et al.)
Institution: Leibniz Universität Hannover und Murdoch University Pert

Hintergrund

Schlechter Schlaf ist eines der häufigsten Alltagsprobleme in Deutschland. Die meisten Betroffenen greifen entweder zu rezeptpflichtigen Schlafmitteln oder zu Melatonin, das in Deutschland verschreibungspflichtig ist. Nahrungsergänzungsmittel, die den Schlaf auf natürlichem Weg unterstützen können, werden zunehmend erforscht.

Magnesium ist ein Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Prozessen im Körper beteiligt ist, darunter die Regulation des Nervensystems und die Bildung von GABA, einem beruhigenden Botenstoff im Gehirn. Die Bisglycinat-Form bindet Magnesium an die Aminosäure Glycin, die selbst als hemmender Neurotransmitter wirkt und körpereigene Mechanismen zur Senkung der Körpertemperatur aktivieren kann, ein wichtiger Auslöser für das Einschlafen.

Trotz dieser plausiblen Wirkmechanismen fehlte bis 2025 eine hochwertige, randomisierte Humanstudie speziell zur Bisglycinat-Form bei Schlafproblemen.

Studiendesign

 

155 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren mit selbst berichteter schlechter Schlafqualität wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt täglich 250 mg elementares Magnesium in Form von Bisglycinat, die andere ein identisch aussehendes Placebo.

Weder die Teilnehmenden noch die Forschenden wussten, wer welche Substanz erhielt (doppelblind). Die Schlafqualität wurde über acht Wochen hinweg mit dem Insomnia Severity Index (ISI) erfasst, einem international anerkannten und validierten Fragebogen.

Zusätzlich wurden statistische Modelle verwendet, die individuelle Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und Ausgangs-ISI-Wert berücksichtigten, um verzerrende Einflüsse zu kontrollieren.

 

Ergebnisse

 

Nach vier Wochen zeigte die Magnesium-Bisglycinat-Gruppe eine signifikant stärkere Reduktion des ISI-Werts gegenüber der Placebo-Gruppe. Der ISI-Wert sank in der Magnesium-Gruppe im Durchschnitt um 3,9 Punkte, in der Placebo-Gruppe um 2,3 Punkte. Die Verbesserung war statistisch signifikant (p = 0,049).

Besonders auffällig war eine Untergruppe: Teilnehmende mit einer niedrigen Magnesiumzufuhr über die Nahrung zeigten deutlich stärkere Verbesserungen als Personen mit bereits gut gedecktem Bedarf. Das deutet darauf hin, dass eine gezielte Supplementierung vor allem dann wirksam ist, wenn tatsächlich ein Versorgungsdefizit besteht.

 

Einordnung

 

Diese Studie ist die bisher erste hochwertige, randomisierte und doppelblinde Untersuchung speziell zur Bisglycinat-Form bei Schlafproblemen in einer gesunden erwachsenen Bevölkerung. Frühere Studien arbeiteten mit anderen Magnesiumformen, nicht verblindeten Designs oder deutlich kleineren Stichproben.

Wie bei allen klinischen Studien sind die Ergebnisse im Kontext der Gesamtevidenzlage zu betrachten. Schlaf ist komplex und von vielen Faktoren abhängig. Magnesium ist kein Schlafmittel, sondern ein Mineralstoff, der normale Körperfunktionen unterstützt.

Für uns bei BS3 zeigt die Studie, dass die Wahl der Magnesiumform relevant ist. Bisglycinat kombiniert die bekannten Eigenschaften von Magnesium mit der Aminosäure Glycin und wird vom Körper besonders gut vertragen. Unser Magnesium Bisglycinat enthält 250 mg elementares Magnesium pro Tagesdosis, exakt die in der Studie eingesetzte Menge.

 

Quelle

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC12412596/

 





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