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Essentielle Aminosäuren und Muskelprotein: Was die Forschung zeigt

Lea Zehendner
Essentielle Aminosäuren und Muskelprotein: Was die Forschung zeigt

Studienüberblick

Studientyp: Narrativer Review mit Auswertung klinischer Studien
Autoren: Church, Hirsch, Park et al., Universität Arkansas und Gachon University Korea Fokus: Rolle essentieller Aminosäuren bei der Muskel- und Ganzkörper-Proteinsynthese Publikation: Nutrients, Dezember 2020

Hintergrund

Protein besteht aus Aminosäuren. Manche davon kann der Körper selbst herstellen, andere nicht. Die Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, werden als essentielle Aminosäuren bezeichnet. Sie müssen täglich über die Nahrung aufgenommen werden.

Es gibt acht essentielle Aminosäuren: Leucin, Valin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Threonin, Methionin und Tryptophan. Sie sind nicht nur Bausteine für Muskelprotein, sondern auch Vorstufen für Neurotransmitter, Hormone und andere körpereigene Strukturen.

Die Frage, ob essentielle Aminosäuren allein ausreichen, um den Körper mit ausreichend Protein zu versorgen, oder ob auch nicht-essentielle Aminosäuren notwendig sind, wird in der Forschung seit Jahrzehnten untersucht.

Was die Studie zeigt

Church et al. werteten 2020 klinische Studien zur Wirkung essentieller Aminosäuren auf die Muskelproteinsynthese aus. Ein zentrales Ergebnis: Essentielle Aminosäuren sind die treibende Kraft hinter der Muskelproteinsynthese. Nicht-essentielle Aminosäuren sind dafür nicht notwendig, da der Körper sie bei ausreichender Versorgung mit essentiellen Aminosäuren selbst herstellen kann.

Besonders Leucin spielt eine Schlüsselrolle. Es aktiviert den mTOR-Signalweg, den wichtigsten molekularen Schalter für den Aufbau von Muskelprotein. Die anderen essentiellen Aminosäuren liefern das notwendige Substrat, damit dieser Prozess vollständig ablaufen kann.

Die Autoren zeigen außerdem, dass die Gesamtmenge der essentiellen Aminosäuren und deren Verhältnis zueinander entscheidend dafür sind, wie effizient der Körper Muskelprotein aufbauen kann.

Ergebnisse

Die ausgewerteten klinischen Studien zeigen konsistent, dass eine gezielte Supplementierung mit essentiellen Aminosäuren die Muskelproteinsynthese messbar steigert, sowohl in Ruhe als auch nach körperlicher Belastung. Der Effekt war auch bei älteren Menschen nachweisbar, bei denen die körpereigene Proteinsynthese altersbedingt abnimmt.

Eine 12-wöchige randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 130 älteren Erwachsenen zeigte, dass eine Supplementierung mit essentiellen Aminosäuren in Verbindung mit altersgerechter Bewegung die fettfreie Masse und Kraft signifikant verbesserte.

Einordnung

Die Rolle essentieller Aminosäuren bei der Muskelproteinsynthese gehört zu den am besten belegten Zusammenhängen in der Ernährungswissenschaft. Die EFSA hat Health Claims für Protein und den Beitrag zum Aufbau und Erhalt von Muskelmasse zugelassen.

Protein+ von BS3 liefert alle acht essentiellen Aminosäuren in einer Tagesdosis von 9.000 mg. Das Produkt ist keine Alternative zu einer proteinreichen Mahlzeit, sondern eine gezielte Ergänzung für Personen, die ihren täglichen Bedarf an essentiellen Aminosäuren gezielt abdecken möchten.

Quelle

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7760188/

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